Kulturgemeinschaft Sierße e. V.


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Der Ort Sierße

Das Ortswappen
Heraldische Beschreibung: Von Blau und Gelb gespalten mit einem Kesselhaken in gewechselten Farben.
Begründung Sierße hat früher jahrhundertlang eine Mittelfunktion als Hauptort des Amtes Sierße besessen, zu dem neben Sierße selbst Wendeburg, Wendezelle, Bettmar, Zweidorf und Teile von Woltorf gehörten.. Zur Erinnerung an das alte Amt Sierße und an das erste in Sierße seinerzeit örtlich und regional bedeutsame Wappen wurde daraus ein Kesselhaken in das Ortsteilwappen übernommen.Der gespaltene Schild verweist auf die ehemalige Grenzlage Sierße (Braunschweig / Preußen, davor Braunschweig / Hannover und davor jahrhundertlang welfische Lande / Fürstbistum Hildesheim)


Geschichte
Der Name des Ortes läßt darauf schließen, daß Sierße lange vor seiner ersten urkundlichen Erwähnung aus einem Einzelhof entstanden ist, an dem sich andere Gehöfte anschlossen. Der Name des Ortes änderte sich laufend. Der Bauer ist hier maßgebend, andere Berufe hatten noch keine Existenzgrundlage.
D i e S c h u l e. Vor der Reformation kann in den Dörfern von einer Schule kaum die Rede sein. Durch die Kirchenordnung des Herzogs Julius von 1569 wurde die "deutsche Schule" auf dem Lande eingeführt.. Gegen Ende des 30jährigen Krieges, im Jahre 1647 wurde aber der Schulzwang eingeführt..
Nach der Schulordnung von 1753 mußten die Kinder vom 4. bis 14. Lebensjahr die Schule besuchen, während der Erntezeit jedoch nur täglich 1 Stunde.
Im Oktober 1794 brannte das alte Schulhaus ab, wurde dann aber wieder aufgebaut. 1938 wurde die heutige Schule am damaligen Dorfrand erbaut. Sie galt seinerzeit als "vorbildliche Landschule".

D I E K I R C H E rund 200 Jahre war das Dorf Sierße alt, als man damit begann, eine Kirche zu bauen. Unter Herzog Julius von Braunschweig wurde auch um 1569 die Gemeinde von Sierße lutherisch. Sierße hatte keinen eigenen Pfarrer, sondern wurde vom Pfarrer aus Liedingen mit betreut. Im Zuge der Reformation wurde die Pfarre Sierße mit der Pfarre Bettmar zu einem Pfarramt verbunden
1783 wurde die Kirche umgebaut und so steht Sie noch heute. Von dem Umbau kündet eine Steintafel an der Südseite der Kirche. Im Kirchenturm befanden sich drei Glocken. Die größte von ihnen wurde im ersten Weltkrieg entfernt und eingeschmolzen. Der Innenraum wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu hergerichtet. 1889/90 bekam die Kirche eine neue Orgel, die 1974 grundlegend überholt wurde.
Zusammen mit der Neugestaltung des Kirchplatzes ergibt sich heute ein Bild von der Sierßer Kirche, das sie zu einer der schönsten unserer Gegend werden läßt.
1952 wurde der Sierßer Bahnhof eingeweiht, zum erstenmal hält ein Personenzug in Sierße. Der Bahnhof wurde in Eigenleistung von Sierßer Bürgern erbaut. Leider wurde er im Zuge der Neuordnung der Bahn in den neunziger Jahren abgerissen.
Das 800jährige bestehen der Ortschaft wurde 1982 mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert.





Kulturgemeinschaft Sierße e. V. - Dorfstraße 18 - 38159 Vechelde - Sierße
Tel. 05302 2636


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